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Kochen für die Kleinen – Dagmar Reichel

kochenfuerdiekleinen Kosmos Verlag
Softcover Ausgabe
ca. 144 Seiten
14,95 Euro
August 2011
ISBN: 3440125912

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Inhalt (lt. amazon.de):
Die Breiphase ist vorbei, nun will der kleine Mensch endlich “richtig” essen. Doch was braucht ein Kleinkind? Und wie kann man das im Alltag schnell und einfach umsetzen? In diesem Ernährungs-Begleiter für das zweite und dritte Lebensjahr finden junge Eltern die Antwort: Mit leckeren und einfachen Gerichten lernt das Kind spielerisch das Essen und entdeckt dabei täglich neue Lebensmittel und Geschmacksrichtungen. So wird Ess-Problemen von Anfang an vorgebeugt und Eltern gewinnen die Sicherheit, ihrem Kleinen einen gesunden Start ins Leben zu geben.

 

Kommentar:
Dieses Buch kam gerade recht, denn unser Kleiner wird immer wählerischer was das Essen betrifft und für uns wird es immer schwerer etwas gesundes und abwechslungsreiches auf den Tisch zu bringen, was unserem kleinen Gourmet dann auch schmeckt. Von diesem Buch versprach ich mir also eine Menge, aber leider hatte ich wohl zu hohe Erwartungen. Aber kommen wir erst einmal zum Buch an sich.

Das Buch beginnt mit einer Einleitung zur richtigen Ernährung von Kleinkindern. Kurz und präzise werden die wichtigsten Bedürfnisse der Kleinen geschildert und wertvolle Tipps zu Mengen, Altersempfehlungen etc. gegeben.
Es folgen vier Abschnitte mit Rezepten. Der erste Abschnitt befasst sich mit dem Frühstück, hier findet man Rezepte für diverse Brotaufstriche, Müsli, Getränke und anderes. Im zweiten Abschnitt geht es dann um das Mittagsessen. Hier findet man Rezepte, die vor allem auf frischem Gemüse basieren, ein kurzer Teil widmet sich aber auch Fertigprodukten und auch Getränken. Im dritten Teil werden Tipps für Snacks zwischendurch gegeben und der letzte Teil beschäftigt sich mit dem Abendessen und zeigt Alternativen zum immer gleichen Abend’brot’.

Was mir sehr gut gefallen hat waren die ausführlichen Rezept-Seiten. Es steht nicht nur übersichtlich auf den Seiten was für Zutaten benötigt werden, die Anleitung, Zubereitungszeit und ggf. besondere Utensilien die benötigt werden, sondern es gibt auch viele Tipps zum variieren und außerdem gibt es zu vielen Rezepten auch noch die Spalte “Das ist wirklich wichtig”, die teils auf Besonderheiten des Gerichts oder Hinweise eingeht. Auch zu den Zutaten gibt es oftmals Tipps zwischendurch.
Die Anordnung und Aufteilung hat mir ebenfalls recht gut gefallen, das Buch ist sehr ansprechend gestaltet.

Was mir nicht so gut gefällt ist, dass es zu vielen Rezepten kein Bild gibt. Das hätte ich mir anders gewünscht, vor allem auch, weil in dem Buch erwähnt wird, dass gerade für schlechter Esser eine liebevolle Gestaltung Wunder wirken kann. Das Auge isst halt mit.
Außerdem finde ich nicht so optimal, dass die Rezepte immer von variierenden Personen ausgehen. Mal sind die Rezepte für zwei Kinder, mal für zwei Erwachsene und zwei Kinder, etc. Hier hätte ich mir etwas einheitliches gewünscht.

Ansonsten enthält das Buch zwar viele Tipps, aber wirklich neues habe ich in diesem Buch nicht entdecken können. Die Rezepte sind allesamt auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ausgelegt, aber gerade in diesem Alter sind Kinder ja oftmals sehr wählerisch und Essen nicht so gerne Neues und auch nicht so gerne ausgefallenes und für meinen Sohn, der am liebsten jeden Tag Kartoffelbrei essen würde, sind die meisten dieser Rezepte absolut ungeeignet, weil er die offensichtlichen Erbsen oder wabbeligen Tomaten nicht essen mag. Hier hätte ich mir ein paar mehr Rezepte gewünscht, die gesund sind, wo das ungeliebte Gemüse aber dann schon eher nicht so auffällig ist. So etwas hatte ich eigentlich erwartet von einem Buch mit diesem Titel.
Nichtsdestotrotz handelt es sich hier um ein schön gestaltetes Buch mit tollen, aber keinen neuen Rezepten, die aber bestimmt nicht für jedes Kind dieses Alters geeignet sind. So gibt es hier von mir gute drei Sterne, einen Stern Abzug für die oben genannten Kritikpunkte und für den letzten Stern hätte ich mir mehr für die eigentlich angesprochenen Zielgruppe gewünscht, so kann dieses Buch aber genauso gut für Kinder bis 6 Jahre ausgelegt werden, würde man einige Mengenangaben austauschen.

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Das eiserne Haus – John Hart

daseisernehaus C. Bertelsmann Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 512 Seiten
19,99 Euro
März 2012
ISBN: 3570101193

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Inhalt (lt. amazon.de):
Zwei kleine Kinder werden an einem eisigen Bach ausgesetzt. Zwei Jungen müssen kämpfen, um zu überleben. Zwei Männer führen ganz unterschiedliche Leben. Und doch sind beide unlösbar miteinander verbunden.
Als der zwölfjährige Julian im Waisenhaus seinen brutalen Peiniger umbringt, nimmt sein älterer Bruder Michael die Schuld auf sich und flieht nach New York – mitten ins Herz des organisierten Verbrechens. Zwei Jahrzehnte später kehrt Michael nach North Carolina zurück, mit skrupellosen Killern auf den Fersen; sein lange verloren geglaubter Bruder kämpft dagegen mit ganz eigenen Dämonen. Doch die beiden Brüder werden das Rätsel ihrer Vergangenheit nur gemeinsam lösen können.
Edgar-Preisträger John Hart zeigt erneut, dass er Spannung erzeugen kann wie kein zweiter.

 

Kommentar:
Michael wuchs im Heim und später auf der Straße auf. Er musste fliehen, weil er seinen Bruder beschützt hat, der aus Notwehr und Angst einen Mord beging. Ein großer Gangsterboss nahm ihn auf, lehrte ihn alles und sorgte für ihn wie einen Vater. Als er Jahre später eine Frau kennen und lieben lernt und aussteigen will stößt er auf Probleme…

In etwa so beginnt dieses Buch. Die Geschichte ist allerdings so komplex, dass ich nicht wirklich viel zum Inhalt schreiben kann ohne zu viel zu verraten, deswegen lasse ich es. Ich fand die ganzen Zusammenhänge sehr interessant und sehr gut ausgedacht und durchdacht, wenn ich mir das meiste allerdings auch schon im Vorfeld zusammenreimen konnte. So unvorhersehbar fand ich das alles gar nicht, aber das war auch nicht schlimm, das Buch ist nämlich auch so unheimlich spannend und voller Action und Wendungen. Immer wenn man meint, jetzt ist der Höhepunkt erreicht, dann kommt noch etwas.
Hier wird die Vergangenheit von mehreren Personen, die auf den ersten Blick kaum etwas miteinander zu tun haben, beleuchtet und versucht zu entschlüsseln.
Die Geschichte ist ziemlich hart und grausam erzählt. Es fließt Blut, es wird gefoldert und gemordet und das viel und kaltblütig. Sogar der Held, die Hauptfigur in diesem Roman mordet kaltblütig und trotzdem kann man mit ihr mitfühlen.

Ein wenig geärgert habe ich mich über ein paar wenige Ungereimtheiten, die zwar aufgefallen sind, aber einfach unter dem Tisch gekehrt wurden. Ich kann hier leider nicht zu sehr darauf eingehen ohne zu viel zu verraten, aber ich find es schon merkwürdig eine Anklage gegen Personen auszusetzen mit der Begründung, dass zu viel Chaos entstanden und gemordet wurde. Das machte die ganze Geschichte dann doch weniger realistisch als sie hätte sein können, was meiner Meinung nach recht unnötig war.

Ansonsten war dies aber ein wirklich irres Buch! Ein klasse Thriller mit super viel Action und Spannung!

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Die Schmetterlingsinsel – Corina Bomann

dieschmetterlingsinsel Ullstein Taschenbuch Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 556 Seiten
9,99 Euro
März 2012
ISBN: 3548284388

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Inhalt (lt. amazon.de):
Als ihre Ehe zerbricht, steht die junge Berliner Anwältin Diana Wagenbach völlig allein da. Im Nachlass ihrer liebsten Tante findet sie das vergilbte Foto eines verwunschenen Hauses. Davor eine junge Frau. Ist es Dianas Ururgroßmutter, die einst in Ceylon lebte? Hals über Kopf macht Diana sich auf die Suche nach ihren Wurzeln in dem fremden Land am anderen Ende der Welt. Dort stößt sie auf eine geheimnisvolle Prophezeiung, die das Schicksal ihrer Familie für immer veränderte, eine verbotene Liebe, die niemals endete, und auf ihre eigene Bestimmung …

 

Kommentar:
Als Dianas Ehe in die Brüche geht, stirbt auch noch ihre Tante und hinterlässt ihr nicht nur ihr Haus in England, sondern auch noch eine Aufgabe. Diana soll das Familiengeheimnis endlich lüften. Diana hat nur einige einige wage Hinweise, die sie auf die richtige Fährte bringen sollen. Auf den Spuren ihrer Ahnen reist sie nach Sri Lanka, wo ihre Vorfahren eine Weile gelebt und Tee angebaut haben. Dort stößt sie auf die Geheimnisse der Vergangenheit …

Dieses Buch fällt zunächst einmal durch seine wunderschöne Optik auf. Passend zu den Blüten auf dem Cover und dem Titel, wurde der untere und seitliche Schnitt mit Blumenranken und Schmetterlingen bedruckt, was wirklich wunderschön aussieht und ein absolutes Highlight ist. So bin ich im Laden übrigens auch auf dieses Buch aufmerksam geworden. Aber nicht nur die Optik weiß zu gefallen.

Auf knapp 560 Seiten erzählt die Autorin Corina Bomann die Geschichte wie Diana, die letzte aus ihrer Familie, auf der Suche nach ihren Wurzeln ist. Die Geschichte beginnt mit einem Brief aus der Vergangenheit und einer Rückblende ins Jahr 1945. Das Buch ist in zwei großen Teilen geteilt, zwei Büchern, danach beginnt das erste Buch. Innerhalb dieser zwei großen Abschnitte wird die Geschichte kapitelweise erzählt und umfasst zwei Zeitebenen. Einmal die Geschehnisse in der Gegenwart rund um Diana und ihre Suche und einmal die Ereignisse der Vergangenheit um 1887. Wir erleben also Dianas Suche nach der Geschichte, die wir parallel dazu selbst erleben und lesen.
Die Geschichte der Vergangenheit fand ich ganz schön und spannend, wenn auch nach der Hälfte des Buches recht vorhersehbar. Dianas Suche dagegen hat mich vor allem zu Beginn fast schon ein wenig gelangweilt. Auch ihre Beweggründe sich jetzt auf die Suche ihrer Familiengeschichte zu machen und nur anhand wirklich wager Hinweise eine große Reise und damit verbundene hohe Kosten auf sich zu nehmen, haben sich mir nicht recht erschlossen. Darauf musste ich mich einfach einlassen, was mir nicht ganz so leicht fiel.
Für mich war der Hauptplot vor allem der vergangene, auf dessen Spuren sich Diana befand. Ich hätte es von daher eigentlich schöner gefunden, wenn sich Dianas Suche mehr auf das nötigste beschränkt hätte, denn ihre Suche war weniger spannend und auch ihre Begegnung mit Jonathan, nach dem Scheitern ihrer Ehe, fand ich nicht sehr interessant oder gar überraschend. Dieser Teil hätte ruhig kürzer sein können. Die Beschreibungen der vergangenen Ereignisse haben mich jedoch sehr gefesselt. Ich fühlte mich teils selbst auf die Teeplantagen der Schmetterlingsinsel versetzt und habe die aufkeimende (wenn auch sehr vorhersehbare) Liebe sehr genossen.

In seiner Gesamtheit fand ich das Buch allerdings sehr gelungen, habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und habe vor allem mit der jungen Grace sehr mitgelitten. Es war schön diese Familiengeschichte langsam zusammen zu setzen und die gesamte Dramatik der damaligen Zeit zu verstehen. Insgesamt eine große Empfehlung für alle RomantikerInnen da draußen!

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Virtuosity – Jessica Martinez

virtuosity Boje Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 256 Seiten
12,99 Euro
März 2012
ISBN: 3414823225

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Inhalt (lt. amazon.de):
Die siebzehnjährige Carmen ist ein Star. Sie tourt mir ihrer Geige durch die Welt und spielt überall vor ausverkauften Konzertsälen. Doch die Konkurrenz ist hart. Beim Guarneri-Wettbewerb treten Jungstars aus den verschiedensten Ländern gegeneinander an – und nur der Sieg zählt. Carmen steht unter Druck, den sie nur noch mit Tabletten in den Griff bekommt. Doch dann lernt sie Jeremy kennen, ihren ärgsten Konkurrenten um den Sieg. Und obwohl Carmen weiß, dass sie sich vor ihm in Acht nehmen sollte, fühlt sie sich unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Für Carmen ist die Zeit gekommen, sich zu entscheiden: Setzt sie auf Sieg oder auf die Liebe …

 

Kommentar:
Die junge Carmen ist eine Virtuosin auf der Geige. Ihr ganzes Leben dreht sich nur ums Spielen, um die Musik. Sie gilt als Ausnahmetalent, als Wunderkind. Kurz vor einem großen Wettbewerb, dessen Sieg ihre weitere Karriere besiegeln soll, trifft sie auf den jungen Jeremy, der ebenso wie sie ein Virtuose auf der Geige ist. Er ist gut und verunsichert sie. Aus anfänglichem Hass wird Liebe …

Ich bin auf dieses Buch durch das wunderschöne Cover aufmerksam geworden und ehrlich: ohne dieses Cover hätte ich das Buch wohl nicht gelesen, denn das Thema hat mich eher wenig angesprochen. Jetzt bin ich wirklich froh dieses Buch gelesen zu haben. Ich habe zwar nur das Buch gelesen und kein Hörbuch gehört, aber ich fühle mich immer noch so verzaubert von Jessica Martinez’ Worten, als hätte ich selbst die wunderschönen Melodien gehört, die Carmen und Jeremy ihren Violinen entlockt haben.

Anders als vermutet geht es in dieser Geschichte nicht Hauptsächlich um die Liebe. Es geht um einen Teenager, der sich selbst finden und seinen eigenen Weg gehen will. Carmens Leben besteht nur aus Musik, ein normales Leben kennt sie nicht, andere Interessen hat sie nicht. Sie ist wirklich ein wenig naiv in ihrem Weltbild und deswegen auch völlig zerstört, als schließlich etwas unerwartetes passiert.
Die Autorin schafft es den Leser sehr einfühlsam mit in Carmens Welt zu nehmen. Man kann nachvollziehen wie Carmen sich unter so viel Druck fühlen muss und warum sie ihre Tablettensucht zunächst absolut gerechtfertigt findet. Lediglich zu Beginn habe ich nicht verstanden, warum Carmen so besessen von ihrem Konkurrenten ist, diese Erkenntnis kam später, aber sie kam. Irgendwo muss ja der Einstieg sein.
Obwohl das Buch mit seinen knapp 250 Seiten nicht sehr umfangreich war, ist die Geschichte trotzdem keine oberflächliche, sondern eher tiefgründig.

Mir hat dieses Buch wirklich unheimlich gut gefallen. Beinahe bin ich traurig darüber nichts mehr von Carmen und Jeremy lesen zu können, Carmen keinen Trost spenden zu können. Dieses Jugendbuch ist wirklich anders. Bezaubernd ohne Zauber! Eine klare Empfehlung!

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Finsterau – Andrea Maria Schenkel

042345738-finsterau Hoffmann und Campe Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 124 Seiten
16,99 Euro
März 2012
ISBN: 3455403816

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Inhalt (lt. amazon.de):
Ein kleines Dorf im Bayerischen Wald, 1944: Schwanger kehrt die junge Afra zurück in die Enge ihres Elternhauses, das sie Jahre zuvor verlassen hat. Als Albert geboren wird, nehmen die Auseinandersetzungen mit dem strenggläubigen Vater zu, dem das Kind im Wege ist. Dann eines Tages ist Afra tot, blutüberströmt liegt sie neben ihrem schwerverletzten Sohn in der karg eingerichteten Wohnstube … Einmal mehr hat Andrea Maria Schenkel einen historischen Mordfall in einen atemberaubend spannenden Krimi verwandelt.

 

Kommentar:
Andrea Maria Schenkels neuer Roman überrascht zunächst einmal diejenigen, die bisher keinen Roman der Autorin in der Hand hatten. Mit seinen knapp 120 Seiten ist es mehr als nur dünn und wenn man den Preis dazu nimmt, dann erwartet man eigentlich schon, dass der Inhalt zumindest jeden Cent wert sein sollte und die Autorin im besten Fall das Rad neu erfunden hat. Meiner Meinung nach ist dem allerdings nicht so.

Die Geschichte spielt in einem kleinen bayrischen Dorf im Jahre 1944, als achtzehn Jahre später ein Mann in einer Kneipe behauptet, er wüsste von einem Mord, der niemals aufgeklärt worden wäre. Die Ermittlungen kommen wieder ins Rollen und in kurzen und knappen Kapiteln erfährt der Leser aus Sicht vieler Personen was sich damals in Finsterau zugetragen hat als die junge Afra und ihr kleiner Sohn ermordet wurden.
Zwischendrin gibt es dann auch noch ein paar Aussagen der damaligen Beteiligten.
Obwohl es über den jeweiligen Kapiteln keinerlei Zeitangaben gibt, kann man den Geschehnissen nach wenigen Seiten trotzdem gut folgen. Über jedem Kapitel steht allerdings der Name der Person aus dessen Sicht gerade erzählt wird und das ist auch ganz gut so, denn den Schreibstil fand ich nicht sehr abwechslungsreich.
Natürlich ist dieser ohnehin sehr minimalistisch und außerdem wimmelt es nur so von Idiomen des Bayrischen. Ich hätte mir teilweise wirklich ein bayrisches Wörterbuch gewünscht, umso enttäuschter war ich, dass es auch im Anhang kein Glossar oder ähnliches gab, was zumindest einige Wörter erklärt hätte. Auch noch eine kurze, abschließende Erklärung, was denn nun genau Wahrheit und was Fiktion ist, hätte ich mir gewünscht, schließlich heißt es ja im Klappentext, dass die Autorin “einen historischen Mordfalls in einen atemberaubend spannenden Krimi verwandelt”.
Auch das kann ich leider nicht bestätigen. Der Fall war allenfalls interessant, von Spannung allerdings keine Spur. Und wer auf diese Art der minimalistischen Erzählung steht, der wird das Buch wahrscheinlich auch aufgrund der Kenntnisse des Debütromans der Autorin “Tannöd” nicht einmal mehr besonders interessant finden, weil alles irgendwie schon einmal da gewesen ist.

Hier hat Frau Schenkel das Rad auf jeden Fall nicht noch einmal neu erfunden, ich fand es nicht einmal mehr besonders rund. Während mir “Tannöd” soweit gefallen hat und auch “Kalteis” noch okay war (Bunker habe ich nicht gelesen), scheint das Potential jetzt erschöpft.

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Die sagenhaften Göttergirls 1: Die neue am Olymp – Suzanne Williams, Joan Holub

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Gebundene Ausgabe
ca. 154 Seiten
8,99 Euro
März 2012
ISBN: 3505130435

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Inhalt (lt. amazon.de):
Die brandheißen News von der Olymp High: Was ist in? Was ist out? Lies hier den neuesten Klatsch und Tratsch aus dem Leben der Göttergirls! “Ich, eine Göttin? Wahnsinn!” Als Athena an ihrem zwölften Geburtstag an Zeus’ Eliteinternat gerufen wird, kann sie es erst gar nicht fassen. In dieser Schule werden nämlich die Sprösslinge der ruhmreichen Götter ausgebildet. Schnell lebt sich die kluge Athena dort ein, wo Fächer wie Heldologie, Biestologie und Rachekunde auf dem Stundenplan stehen. In Aphrodite, Persephone und Artemis findet sie echte Freundinnen, die sie in ihren Klub, die Göttergirls, aufnehmen. Wäre da nur nicht diese gemeine Medusa, die der Neuen das Leben zur Hölle machen will…

 

Kommentar:
Die zwölfjährige Athene ist die Neue am Olymp. Nachdem sie nämlich jahrelang, nichtsahnend, dass ihr Vater selbst Zeus ist, auf der Erde lebte, wird sie nun von Zeus persönlich zum Olymp zitiert. Genauer: zur Olymp High, da soll Athene nämlich zukünftig zur Schule gehen. Schnell findet Athene an ihrer neuen Schule auch nette Freundinnen wie Artemis, Persephone und Aphrodite und sogar der Schulschwarm Poseidon fährt voll auf sie ab. Aber nicht alle im Olymp sind nett zueinander und so hat Athene in Medusa auch ihre erste Feindin gefunden…

Ich war sehr gespannt auf diese neue Buchreihe. Als Kind habe ich selbst gerne ‘Schneiderbücher’ gelesen und war gespannt, was die Kids denn heute so zu lesen bekommen. Optisch schaut das Buch mit seinem Lack- und Glitzerdruck wirklich schön aus, für junge Mädchen also absolut passend. Innen finden sich auf allen Seiten schöne Blumenranken, die den Text umrahmen.
Die Schrift ist recht groß und die Kapitel kurz, so dass die jungen Mädchen dieses Buch in angemessener Zeit durchlesen können. Am Ende gibt es noch ein kleines “Glossar”, was die wichtigsten Begriffe, bzw. die wichtigsten Namen gut verständlich und locker noch einmal kurz erklärt.
Die Geschichte ist locker und witzig, obwohl sie ja weit in der Vergangenheit spielt, als die Götter und Göttinnen selbst noch Jugendliche waren. Locker-flockig werden unter den Kindern Ereignisse in den Schulalltag eingebaut, die so ganz nebenbei z.B. den trojanischen Krieg erklären. Auch die Fehde zwischen Medusa und Athene wird aufgenommen und noch viele Details mehr. Das alles so locker, dass die Kinder beim Lesen gar nicht mitbekommen, dass sie nebenbei noch ein wenig aus der griechischen Mythologie lernen.

Insgesamt ein sehr kurzweiliges und nettes Buch, gut geeignet für junge Mädchen ab ca. 9-10 Jahren.

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Kartoffeln al dente – Angelo Colagrossi

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Taschenbuch Ausgabe
ca. 164 Seiten
12,99 Euro
Oktober 2011
ISBN: 3468738374

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Inhalt (lt. amazon.de):
Andrea aus Sizilien kommt extra nach Krefeld, um in der Kochshow »DSD5SK« die goldene Gabel und 300.000 Euro zu gewinnen und gleichzeitig die deutsche Sprache zu lernen. Dabei erlebt er so einiges: Egal, ob es bei seiner Gastgeberfamilie Heilmann immer nur kaltes Abendessen mit Gürkchen gibt, Frau Sommer – die Lehrerin aus der VHS-Gruppe „Deutsch für Ausländer“ – eine Krise mit ihrem Ehemann hat oder er eine „außerirdische“ Taxifahrt zu den Fernsehstudios in Ossendorf durchmacht, Andrea kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus …

 

Kommentar:
Andrea ist Italiener und kommt nach Deutschland um zum einen die deutsche Sprache zu lernen und zum anderen an der Kochshow “Deutschland sucht den 5-Sterne Koch” teilzunehmen. Während er bei seiner Gastfamilie in Krefeld wohnt, tingelt er regelmäßig zwischen seinem Kurs an der VHS und den Filmstudios in Köln Ossendorf hin und her und lernt so einige deutschen Gepflogenheiten und Eigenschaften können, die dem gebürtigen Italiener fremd sind. Hierbei wurde so dermaßen in die Klischeekiste gegriffen, dass es irgendwann nur noch langweilig war. Wäre nicht alles so absolut vorhersehbar und oberflächlich gewesen, dann hätte es sicherlich an vielen Stellen witzig sein können. So allerdings konnte das Buch höchstens mal ein leichtes Schmunzeln entlocken.

Ich weiß nicht, was ich überhaupt von diesem Buch erwartet hatte. Eigentlich habe ich mich total überraschen lassen, aber gefallen hat es mir schlussendlich nicht. Wie erwähnt ist dieses Buch total oberflächlich und klischeebeladen und eine Botschaft gibt es auch nicht. Insgesamt fühlte ich mich hinterher eigentlich ein wenig verschaukelt, denn die Optik gibt da wesentlich mehr her, aber da wurde ja auch nur auf die Oberflächliche wert gelegt.
Optisch weiß das Buch nämlich durchaus durch seine Zweifarbigkeit zu gefallen. Auch die Auflockerungen durch ein paar zitierte Grammatikregeln zu Beginn eines jeden Kapitels haben wunderbar gepasst und zwischendrin gab es auch immer mal wieder ein paar Grammatik-Tabellen, die die eh nur 160 Seiten ansprechend gestalteten.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass selbst der Klappentext ansprechend war, dessen Lektüre allerdings schon absolut ausgereicht hätte.

Tja, insgesamt kann ich nun sagen, dass ich es gelesen habe und es nicht weh tat. Das war es dann aber leider auch schon. Schade.

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Elbenthal-Saga: Die Hüterin Midgards – Ivo Pala

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Gebundene Ausgabe
ca. 384 Seiten
19,99 Euro
März 2012
ISBN: 3411809221Bestellen bei Amazon.de

Inhalt (lt. amazon.de):
Magisch, düster, fesselnd: Der Auftakt zu einer atemberaubenden Fantasy-Saga.
In der Nacht vor ihrem 17. Geburtstag gerät Svenjas Welt aus den Fugen. Sie wird von einem Wolf durch Dresden gejagt und schließlich von drei unheimlichen, seltsam anmutenden Gestalten in den Untergrund entführt. Was Svenja dort entdeckt, sprengt jede Vorstellungskraft: Mitten in Dresden, unter dem Fundament des Residenzschlosses, liegt die letzte Bastion der Lichtelben und das Tor zur Menschenwelt Burg Elbenthal. Ihre Bewohner leben in tödlicher Bedrohung, denn der Schwarze Prinz der Dunkelelben rückt unaufhaltsam näher. Svenja ist die letzte Hoffnung denn sie ist die Auserwählte, die Hüterin Midgards …

Kommentar:
Als die obdachlose Svenya an ihrem siebzehnten Geburtstag erfährt, dass sie die zukünftige Hüterin Midgards werden soll, ändert sich ihr ganzes Leben. Und nicht nur das, auch ihr Weltbild steht Kopf, denn sie erfährt, dass tief unter Dresden, der Stadt in der sie lebt, ein geheimes und riesiges Reich gibt: Elbenthal, das Reich der Lichtelben, das an der Schwelle zu Alfheim liegt. Die Lichtelben verteidigen diese letzte Bastion gegen die Dunkelelben, die das Reich der Menschen (Midgard) zu vernichten drohen. Svenya wird nun zur Hüterin ausgebildet und soll das Reich der Menschen schützen…

Zunächst einmal besticht das Buch durch seine wunderschöne Aufmachung. Das Cover ist wirklich toll und glänzt in metallischen Farben. Im Buch selbst findet man auf den Innenseiten der Umschläge eine tolle Zeichnung der Elbenwelt, die unter Städten die Dresden, Meißen, Chemnitz und anderen liegt. Ansonsten ist das Buch in acht Teile aufgeteilt, die dann jeweils durch eine grau farbene Seite markiert und damit auch schon am Buchschnitt zu erkennen sind. Optisch also auf jeden Fall top!

Inhaltlich ist das Buch – wie bereits erwähnt – in acht betitelte Teile unterteilt, die sich wiederrum in mehrere nummerierte Kapitel gliedern. Es ist ein Fantasy-Buch, das Verknüpfungen mit unserer heutigen bekannten Welt enthält. Geschrieben für Jugendliche, das passt auch, auch wenn es einige Stellen gibt, die ein wenig hart sind (die Vergewaltigungen etc.), die Beschreibungen würde ich allerdings jugendgerecht einordnen.

Die Geschichte ist einfach toll! Der Autor verwebt unsere bekannte Realität mit einer unglaublich tollen Fantasiegeschichte. Die Personen die er da entworfen hat, sind teils so plastisch beschrieben, dass man sie vor seinem geistigen Auge agieren sehen kann, kein Charakter bleibt wirklich farblos, alle sind gut geglückt.
Von Anfang an ist das Buch wirklich spannend und die Handlung wirklich nicht sehr vorhersehbar. Ein wenig komplex, wenn es um die ganzen Zusammenhänge zwischen unserer bekannten nordischen Mythologie und der Geschichte geht, aber das macht nichts. Man findet sich schnell in alles rein.

Ganz böse bleibt man am Ende mit einigen Fragen zurück, die natürlich totale Lust auf den nächsten Band machen, denn auch ich jetzt herbei sehne. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und sehr mit Svenya mitgefiebert und kann es kaum erwarten, den zweiten Band der Elbenthal-Saga dann im Frühjahr 2013 lesen zu können.

Von mir gibt es eine klare Empfehlung, einfach ein rundum gelungenes Buch!

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Meine kleinen Monster: Glucksi zieht nach Monsterstadt – Bine & Benjamin Brändle

61Cn9Vuyi8L__SL500_AA300_ moses. Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 32 Seiten
12,95 Euro
März 2012
ISBN: 389777643X

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Herzlichen Dank an

BdB-logo-small2
und

5d096c82a7964fb08d460602bc513316.logo

für dieses Buch!

Inhalt (lt. amazon.de):
Glucksi, das fröhliche Monster, steht ratlos vor einer riesigen Kiste, die ein Laster gerade vor ihm abgeladen hat. Wie nur kommt er jetzt zu seinem neuen Fertighaus? Da kommt auch schon der hilfreiche Hinweis: Du brauchst einen Hammer, um den roten Knopf zubetätigen! Also macht sich Glucksi in seiner neuen Heimat Monsterstadt auf die Suche nach einem Hammer. Sein Weg führt quer durch die ungewöhnliche Stadt und dabei lernt er die noch ungewöhnlicheren Bewohner kennen: Da ist zum Beispiel sein durchtrainierter Nachbar, das sportliche Monster Mucki, das ihm zwar keinen Hammer, dafür aber Hanteln schenkt oder das verfressene Monster Mampf, das ihm einen Apfelbaum überreicht, damit es immer was zu futtern hat Ob Glucksi jemanden findet, der ihm weiterhelfen kann?
Eine lustige Geschichte für kleine und große Monster mit vielen Klappen zum Entdecken und Staunen.

Kommentar:
Glucksi ist ein neues Monster in Monsterstadt und um sein Haus aufzubauen benötigt er nun einen Hammer. So zieht er von Haus zu Haus, auf der Suche nach jemanden, der ihm einen Hammer leihen könnte, und trifft dabei seine neuen Monster-Nachbarn…

Das Buch Glucksi zieht nach Monsterstadt aus der Reihe Meine kleinen Monster ist ein wunderschönes, farbenfrohes Bilderbuch für Kinder mit vielen Klappen und sogar einem Pop-up Bild.

Schon das Cover des Buches ist schön bunt illustriert und alle Monster werden dort abgebildet. Für Kinder sind die tastbaren Reliefs, die kleinen hervorgehobenen Details sicherlich mit ein kleines Highlight und macht gleich Lust darauf in diesem Buch herum zu stöbern.

Zu Beginn werden in wenigen Sätzen erst einmal alle Monster vorgestellt. Alle haben unterschiedliche Eigenschaft und Interessen. Ein wenig erinnerten mich diese kleinen süßen Monster an die Schlümpfe, jedes hat andere Vorlieben, nichts wiederholt sich. Nur, dass die Monster viel schöner und farbenfroher sind und sich auch optisch sehr von den anderen Unterscheiden. So ist da z.B. Mucki, das große und starke Monster und Glubschi, das neugierige Monster mit den riesigen Augen.
Eine sehr schöne Einführung in die Monster Welt, auch gut geeignet zum immer wieder nachblättern.

Auf den weiteren Seiten der Geschichte finden sich immer wieder kleine Klappen hinter denen sich meistens die Monster verstecken. Diese umzuklappen und das hinter liegende zu entdecken ist ein großer Spaß für die Kinder und auch immer passend zum momentanen Geschehen. Mittendrin gibt es sogar auch ein großes Pop-up Bild, sicherlich das Highlight dieses Buches.

Die Zeichnungen gefallen mir sehr gut. Sehr liebevoll, bis ins kleinste Detail. So finden sich auf den Wiesen nicht nur Blumen, sondern auch mal Pilze, Schnecken, Käfer und Maulwurfshügel. Alle anderen Zeichnungen und Orte wurden ebenso liebevoll und detailreich gestaltet. So können Kinder noch über die Handlung hinaus viele Dinge entdecken, so dass dieses Buch lange Zeit neues bietet was es zu entdecken gilt.
Die Texte sind kindgerecht gehalten und die Geschichte schön erzählt. Mein Sohn ist zwar noch nicht ganz in der empfohlenen Altersgruppe, aber er versucht jetzt schon die Monster-Namen nachzuplappern, was wirklich süß klingt.

Insgesamt aus meiner Sicht ein wirklich schönes und gelungenes Kinderbuch! Ich hoffe, dass wir in der Zukunft noch mehr von diesen kleinen Monstern sehen werden!

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Entführt – Hans Koppel

040198715-entfuehrt Heyne Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 352 Seiten
14,99 Euro
Februar 2012
ISBN: 3453267605

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Inhalt (lt. amazon.de):
Bis sie verstummt – Psychologische Hochspannung aus Skandinavien!
Als Ylva ihr Büro verlässt, ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben in Kürze für immer verändern wird. Sie verabschiedet sich von ihren Kollegen, wünscht allen einen schönen Abend und macht sich auf den Heimweg. Nach wenigen Minuten hält ein Auto neben ihr. Alte Bekannte, wie es scheint. Sie bieten Ylva an, sie ein Stück mitzunehmen. Ylva fühlt sich unbehaglich, doch sie will nicht unhöflich sein, nimmt das Angebot an und steigt ein. Eine Entscheidung, die sie für immer bereuen wird.
Auf dem Heimweg von der Arbeit wird Ylva entführt. Man verfrachtet sie in einen schalldicht isolierten Keller und demütigt sie. Ylva kennt ihre Entführer, ein lang zurückliegendes Ereignis, das Ylva eigentlich für immer vergessen wollte, verbindet sie mit den Tätern. Der Keller, in dem Ylva gefangen gehalten wird, liegt nur wenige Meter von ihrem Zuhause entfernt. Über einen Bildschirm, den ihre Entführer in dem Kellerverlies angebracht haben, kann sie verfolgen, was dort vor sich geht. Sie sieht ihren Mann Mike, wie er das Haus verlässt. Oder ihre achtjährige Tochter Sanna, wie sie im Garten spielt. Wie gern wäre sie bei ihnen! Aber Ylva kann sich nicht bemerkbar machen. Verzweifelt trommelt sie an die Tür, an die Wände, auf den Boden und schreit sich die Seele aus dem Leib. Doch das ist erst der Anfang ihrer Pein.

Kommentar:
In ihrer Kindheit war sie Mitglied einer gefürchteten Clique und genau dies wird Ylva Jahre später zum Verhängnis. Eines Tages wird sie einfach entführt und in einen Keller gesperrt. Zur Außenwelt hat sie nur durch einen Monitor Kontakt, der ihr Haus zeigt. So kann sie miterleben wie ihr Mann und ihre Tochter ohne sie weiter leben …

Thriller steht auf diesem Buch – der Psychothrill ist hier allerdings eher der Protagonistin vorbehalten, die in Gefangenschaft den absoluten Horror erlebt und psychisch ausgelaugt wird. Dem Leser bleibt die schlimmste Spannung erspart, da er – ebenso wie Ylva – von Anfang an weiß wer die Täter sind. Auch das Motiv wird schnell klar, so dass die Spannung eigentlich nur noch darin besteht, dass man gerne wissen möchte was genau damals passiert ist in Ylvas Vergangenheit und wie es weiter gehen wird, ob es wirklich so geschieht, wie die Täter es geplant haben.
Auf der anderen Seite können wir mit dem verlassenen Ehemann und seiner Tochter mitleiden und miterleben, wie sie mit der Ungewissheit, was mit ihrer Frau und Mutter wohl geschehen sein mag, weiter leben.
Die Ermittlungen durch die Polizei sind in diesem Fall recht lächerlich, was hauptsächlich an den Charakteren der Polizisten liegt. Stattdessen machen sich ehemalige Mitschüler von Ylva an einige Recherche-Arbeit …

Obwohl hier schon von Anfang klar war, worum es geht und wer der Täter ist, fand ich diesen Thriller gelungen. Der Schreilstil ist sehr flüssig, die Kapitel klar strukturiert und zumeist auch sehr kurz gehalten. Vor allem die Person des Ehemanns fand ich sehr gelungen umschrieben, bei allen anderen hätte es noch ein wenig mehr bedurft, sie blieben ein wenig blass.
Auch das Ende fand ich zu glatt, zu schnell. Zack, zack, aus und vorbei, keine Konflikte, keine Probleme. Das kam sehr unglaubwürdig und für mich unbefriedigend.

Insgesamt gebe ich diesem Buch trotz meiner genannten Kritikpunkte vier Sterne, denn ich habe das Lesen genossen und würde es auch jedem empfehlen, der Lust auf etwas spannende und kurzweilige Lektüre verspürt.

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