Den Mond aus den Angeln heben – Gregory Hughes

20_overlay_27516_0 Carlsen Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 352 Seiten
15,90 Euro
September 2011
ISBN: 3551582483

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Inhalt (lt. amazon.de):
Bobs Schwester, die Ratte, ist das tollste Mädchen in ganz Kanada. Wenn sie den Fußball durch den Präriegarten dribbelt, ist sie so glücklich wie sonst niemand. Wenn sie aristokratisch spricht, klingt sie wie der größte Snob bei der BBC. Und wenn sie etwas voraussagt, dann tritt es auf jeden Fall ein. Nur wenn der Rapper Iceman im Fernsehen kommt, ist die Contenance der Ratte futsch. Dann biept sie, was das Zeug hält. Denn geflucht wird nicht. Doch von einem Tag auf den anderen müssen Bob und die Ratte ihr Zuhause verlassen – die Frank-Sinatra-Songs zum Aufstehen, ihr Boot am Fluss, Bobs angebetete Lehrerin Miss Gabriela Felipe Méndez, ihren Freund Harold. Und die beiden Waisenkinder aus der Prärie machen sich auf einen verwegenen Roadtrip – quer durch Kanada und bis nach New York.

Kommentar:
Bob und Marie Claire, die von allen nur Ratte genannt wird, leben mit ihrem Vater in einem kleinen Ort in Kanada. Während Bob ein ganz normaler 12jähriger Junge ist, scheint die 10jährige Marie Claire etwas besonderes zu sein. Sie kann und weiß vieles, spricht aus dem Nichts viele Sprachen, ist absolut dreist, kann hin und wieder Ereignisse aus der Zukunft zielsicher vorhersagen und scheint Menschen in die Seele sehen zu können. Außerdem hat sie hin und wieder merkwürdige Krampfanfälle. Als schließlich der Vater der beiden Kinder stirbt machen sich die Ratte und ihr Bruder auf eigene Faust auf die Reise nach New York um dort ihren Onkel, den sie bislang nicht kennen, zu finden um zu verhindern, dass sie ins Heim müssen. Auf ihrer Reise treffen sie auf allerhand gruselige Gestalten und erleben ein verrücktes Abenteuer …

Ehrlich gesagt weiß ich jetzt überhaupt nicht wie ich dieses Buch einordnen soll. Einerseits fand ich es sehr anrührend, wie sich zwei Kinder, die nicht so ganz fest in der Realität verankert sind, sich durchzuschlagen wissen. Vor allem Marie Claire wirkt von Beginn an so, als lebte sie in ihrer eigenen kleinen Welt, so naiv gab sie sich teilweise. Außerdem waren da noch diverse Eigenschaften, die eindeutig mehr dem Phantastischen zugeordnet werden müssen.
Andererseits fand ich das Buch auch langweilig und nichtssagend, denn eine wirkliche Aussage hatte das Buch nicht. Besonders im Bezug darauf, dass dies ja ein Jugendbuch sein soll, fand ich den extrem naiven Umgang und die teilweise Verherrlichung von und mit Drogendealern, Hehlern, Gaunern und Betrügern doch ein wenig überzogen und unangebracht. Nur die Pädophilen blieben böse, auch wenn irgendwie in diesem Buch nicht wirklich rüber kommt, was das eigentlich genau ist und wieso es so schrecklich ist. Gut, für Erwachsene stellen sich solche Fragen wohl auch gar nicht, für diese ist das klar, allerdings ist dies immer noch ein Jugenbuch und ab 12 Jahren empfohlen und ich weiß nicht, ob 12jährige schon eine Vorstellung davon haben, was dieses Wort überhaupt bedeutet.

Im Nachhinein frage ich mich jetzt wirklich, was dieses Buch rüber bringen sollte. Als normale Unterhaltung würde ich es nicht einordnen, eine Botschaft kann ich allerdings auch nicht erkennen.
Trotzdem gebe ich noch drei Punkte, denn irgendwie hat es mir ja schon gefallen, eine klare Empfehlung kann ich allerdings nicht aussprechen.

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