Mein böses Herz – Wulf Dorn

MEIN_B~1 cbt Verlag
Gebundene Ausgabe
ca. 416 Seiten
16,99 Euro
Februar 2012
ISBN: 3570160955

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Inhalt (lt. amazon.de):
Niemand verschwindet einfach so auf Spitzbergen!
Longyearbyen, die Hauptstadt von Spitzbergen: Im städtischen Kindergarten gehen seltsame Dinge vor sich. Immer wieder verschwinden Kinder von dort. Sie sind nicht lange fort. Die Erzieherinnen sind beunruhigt, nehmen es aber nicht wirklich ernst, dass die Kinder nicht erzählen wollen, wo sie gewesen sind. Eines Tages tritt dann das Gefürchtete ein: Ein kleines Mädchen verschwindet – und taucht nicht mehr auf. Eine hektische Suche beginnt. Die Spuren, die sie hinterließ, führen in die Grubenschächte, hinunter in die Tiefe stillgelegter Kohlengruben auf Spitzbergen. Und bald wird klar, dass sie nicht die Einzige ist, die in der überschaubaren Welt von Spitzbergen verloren ging …

Kommentar:
Als Doro ihren kleinen Bruder tot in seinem Kinderbettchen auffindet, bricht für sie und ihre Eltern eine Welt zusammen. Nichts ist mehr so wie es einmal war, ihre Eltern trennen sich und in der Schule wird sie gemobbt. Als für Doro alles zuviel wird und zusammen bricht begibt sie sich in psychiatrische Behandlung. Auch über ein Jahr nach diesem schrecklichen Erlebnis ist noch nicht alles ausgestanden. Sie kann sich immer noch nicht genau erinnern was überhaupt geschehen ist und hinzu kommt, dass in ihrem Umfeld merkwürdige Dinge geschehen, die sie dazu bringen an sich selbst und ihrem Verstand zu zweifeln. Doch wer hat ein Interesse daran, dass Doro erneut zusammen bricht?

Wulf Dorn hat hier seinen ersten Psychothriller für Jugendliche geschrieben und er ist wirklich super gelungen! Außerdem haben damit auch sicherlich Erwachsene ihren Spaß.
In kurzen Kapiteln wird die Handlung aus Doros Sicht geschildert, es dreht sich alles um die aktuelle Situation. Dazu gibt es zwischendurch immer mal wieder ein paar Rückblenden in Form von Doros Erinnerungen. Diese brechen immer an besonders spannenden Stellen ab, so dass von Anfang an klar ist, dass irgendein kleines Puzzleteilchen fehlt. Spannung gibt es also direkt an zwei Fronten, in der Vergangenheit und in der Gegenwart.
Ausgenommen Doro bleiben allerdings alle Charaktere ein wenig blass. Die meisten wirkten einfach nicht echt und lebendig genug, was natürlich daran liegen kann, dass die Handlung ja aus Sicht einer nicht allwissenden Person beschrieben wird. Trotzdem hat mich das ein wenig gestört.
Auch das Ende hätte ich mir weniger hastig und mehr ausführlicher gewünscht. Da hat sich schließlich alles sehr überschlagen. Das sind dann aber auch schon meine einzigen Kritikpunkte.

Insgesamt fand ich diesen Roman als Jugendthriller sehr ansprechend und sehr gut gelungen! Für Jugendliche sicherlich auch ein kleiner Denkanstoß in Richtung Moralvorstellungen und Wahrnehmung. Eine klare Empfehlung für alle Interessenten!

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Ein Kommentar zu “Mein böses Herz – Wulf Dorn

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