Das Glücksbüro – Andreas Izquierdo

dasgluecksbuero Dumont Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 272 Seiten
9,99 Euro
Februar 2013
ISBN: 3832162259Bestellen bei Amazon.de


Inhalt
(lt. amazon.de):
Albert Glück ist ein seltsamer Kauz. Er ist knapp über fünfzig, ein wenig trocken, penibel, und er arbeitet im Amt für Verwaltungsangelegenheiten. Formulare, Stempel, Dienstvorschriften sind seine Welt, in der er sich gut eingerichtet hat. Ganz wörtlich, denn Albert arbeitet nicht nur in dem Amt, er wohnt auch dort. Von allen unbemerkt hat er im Keller einen kleinen Raum bezogen und verbringt zufrieden seine Tage im immer gleichen Rhythmus. Doch eines Tages wird Alberts sorgsam eingehaltene Ordnung durcheinandergebracht. Auf seinem Schreibtisch landet ein Antrag, den es eigentlich gar nicht geben dürfte, denn er beantragt nichts! Albert tut alles, um diesen unseligen Antrag loszuwerden, doch vergeblich: Immer wieder kehrt er auf seinen Schreibtisch zurück. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich auf den Weg zum Antragsteller zu machen. So trifft Albert auf Anna Sugus, eine ziemlich wilde Künstlerin, die Alberts Welt ganz schön auf den Kopf stellt.

 

Kommentar:
Albert Glück ist ein wirklich komischer Zeitgenosse und arbeitet schon seit über 30 Jahren im Amt. Und er lebt auch dort. Unbemerkt. Seit über 30 Jahren. Sein Tagesablauf ist immer gleich und absolut geregelt, seine Arbeit erledigt er immer vorbildlich. Als eines Tages jedoch der Antrag E45 auf seinem Schreibtisch landet, ändert sich alles, denn diesen Antrag gibt es gar nicht. Bei dem Versuch des Rätsels Lösung zu finden, begibt sich Albert sogar auf den Weg zur Antragstellerin Anna Sugus und verlässt so zum ersten Mal seit über 30 Jahren die vertraute Sicherheit des Amtes. Und das ist sein Glück …

Dieses Buch duftet wirklich schön nach Papier, man vermutet sich beim Lesen selbst beinahe im Amt, zwischen allen möglichen Anträgen, denn der Umschlag dieses Buches besteht aus normaler Pappe. Das schaut auch optisch toll aus, mit hat es sehr gefallen.

Innen besteht das Buch aus vielen, kurzen Kapiteln, 68 an der Zahl, was bedeutet, dass man dieses Buch einmal begonnen nicht mehr aus der Hand legen kann. Leser kennen ja dieses Phänomen: “Ach, das nächste Kapitel ist so kurz, das geht auch noch” und Schwups, ehe man sich versieht ist das Buch zu Ende. So auch bei mir geschehen, aber das Buch war auch wirklich so schön, dass ich es gar nicht weg legen wollte.

Der Autor hat hier mit Albert eine wunderbar kauzige Figur entworfen, die man einfach mögen muss, so merkwürdig wie sie auch zu sein scheint. Außerdem hat Izquierdo hier ein wirkliches Händchen für atmosphärische Beschreibungen gezeigt, denn ich hatte während des Lesens oftmals selbst den Eindruck mitten im Amt zu sitzen und das geschäftige Treiben dort, Alberts Zauber, mitzuerleben.

Andreas Izquierdo hat hier eine wirklich zauberhafte Geschichte geschrieben, deren Zauber ich hier gar nicht so einfach wiedergeben kann. Es steckt ein wenig Gesellschaftskritik drin, es ist ein Buch über Vertrauen und Liebe und über das Gute dieser Welt. Ein Buch, das glücklich macht.

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