Im Totengarten – Kate Rhodes

imtotengarten

Ullstein Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 448 Seiten
9,99 Euro
September 2012
Originaltitel: Crossbones Yard
ISBN: 3548284620

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Inhalt (lt. amazon.de):
… eine Hand: direkt neben meinem Fuß auf dem dunklen Gehweg. Sie war klein und lag geöffnet da, als warte sie darauf, dass irgendein Passant ihr ein paar Münzen gab … In den Straßen Londons treibt ein brutaler Killer sein Unwesen. Er tötet junge Frauen. Sein Markenzeichen: Er ritzt blutige Kreuze in die Haut seiner Beute. Sie könnte sein nächstes Opfer sein: Alice Quentin, Psychologin im Dienste der Polizei. Die Jägerin wird zur Gejagten. Erst gerät ihr Bruder unter Verdacht, dann verschwindet ihre Freundin. Und bald beherrscht Alice nur noch ein Gedanke: Er wird mich nicht bekommen.

 

Zitat:
”Angie wandte sich an Alvarez. >>Irgendwas hat ihn aus dem Gleichgewicht gebracht. Bisher war er mucksmäuschenstill.<<“ (S. 341)


Kommentar:
Nach einer bezeichnenden und nicht einfachen Kindheit, arbeitet die erwachsene Alice Quentin als Psychologin. Eines Tages wird sie von der Polizei gebeten einen Mann zu beurteilen, der in Kürze entlassen werden soll. Sie stuft diesen Mann als ungefährlich ein, aber kurz daran geschieht ein Mord mit ähnlicher Handschrift. Und dies bleibt nicht der einzige Mord. In Alice‘ Umfeld wimmelt es bald nur so von Opfern und ihr schwer kranker Bruder scheint in die Sache verwickelt zu sein…

Das wirklich positive an diesem Buch war, dass es wirklich toll und flüssig zu lesen ist und man durch die vielen, kurzen Kapitel nur so durch die Seiten fliegt. Das macht man auch ganz entspannt und unaufgeregt, was ja eigentlich nicht gerade für eine Thriller spricht.
Das negative und überwiegende ist allerdings, dass dabei nur wenig wirkliche Spannung aufkommt und der gesamte Fall sehr an den Haaren herbeigezogen scheint. Ich wollte zwar gerne wissen, wie es endet, weswegen ich das Buch wirklich am Stück gelesen habe, aber wirklich gespannt war ich nicht. Es gab eigentlich nur zwei mögliche Auflösungen, von denen die eine dümmer als die andere war. Wirklich geschickt war da nichts gestrickt und mehr als einmal habe ich mich über die Naivität der Hauptfigur aufgeregt.

Hinzu kommt noch, dass zwar alles sehr nachvollziehbar aufgebaut war – viel zu nachvollziehbar für einen Thriller – aber leider nicht wirklich logisch oder authentisch. Sprich: Die Handlungen konnte man nachvollziehen, aber die Beweggründe überhaupt nicht. Was die eine oder andere Figur dazu bewogen hat so zu handeln, wie sie es dann tat, was blieb mir bis zum Ende recht schleierhaft und mögliche Begründungen an den Haaren herbeigezogen. Was hier blieb war einfach ein lahm dahinplätschernder Versuch eine aufregende Kriminalgeschichte zu erzählen. Das Potential ist sicherlich vorhanden, aber die Autorin muss sich hier noch viel mehr reinhängen um ihre Figuren auch authentisch werden zu lassen und außerdem auch noch Spannungsbögen zu entwickeln.

Wie gesagt, es war ein netter Versuch, der nicht wirklich gelungen ist. Mehr als zwei Sterne sind meiner Meinung nach hier leider nicht drin.

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