Like me: Jeder Klick zählt – Thomas Feibel

likeme

Carlsen Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 170 Seiten
6,99 Euro
April 2013
ISBN: 3551312427

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Inhalt (lt. amazon.de):
Jana, die Neue in Karos Klasse, ist ein richtiger Jungsmagnet. Außerdem hat sie ein iPhone, ist immer online und auf dem besten Weg, Moderatorin einer neuen Internet-TV-Show zu werden. Dafür muss sie nur möglichst viele Sympathiepunkte in dem Social-Media-Network „On“ sammeln. Karo und ihr heimlicher Schwarm Eddi – der offensichtlich in Jana verknallt ist – helfen ihr dabei, indem sie die verrücktesten Dinge posten. Doch irgendwann wird aus dem Spiel bitterer Ernst – und nichts ist mehr so, wie es schien.

Zitat:
Eddie schwieg. Ich auch. Was hätten wir auch sagen sollen? Dass es nur ein blöder Spaß war? Oder dass es um den Sieg bei der ON SHOW  ging? Wie konnten wir in einer solchen Runde auch nur den Hauch von Verständnis erwarten, wenn wir etwas vernünftig erklären sollten, das einfach nicht vernünftig zu erklären war? Mir wurde schlecht. Da spürte ich, wie mein Vater seinen Arm um mich legte. (S. 93)


Kommentar:
Die drei Freunde Karo, Jana und Eddie schließen einen Pakt. Sie wollen zusammen die neuen Moderatoren beim Sozialen Netzwerk „ON Show“ werden. Dafür müssen sie allerdings so viele Freunde und Punkte sammeln wie nur möglich. Alles wird gepostet, persönliches und peinliches und auch Dinge, die unter die Gürtellinie gehen und andere verletzten, denn gerade solche Dinge bringen Punkte. Als Karo und Eddie Zweifel bekommen, nutzt Jana die Situation aus und die Freunde entzweien sich…

Thomas Feibel ist Deutschlands führender Journalist, wenn es um Kinder und Computer geht und er leitet das Büro für Kindermedien in Berlin. In seinem Fach hat er schon etliche Sachbücher, sowie Kinder- und Jugendromane veröffentlicht. „Like me – Jeder Klick zählt“ ist sein neustes Werk, welches sich kritisch mit dem Medium Internet und was es mit unseren Kindern machen kann, auseinander setzt.

„Like me“ wird aus der Sicht von Karo erzählt. Der Leser wird direkt angesprochen, vertraulich, so wie es in der Geschichte nicht passieren kann, denn dort wird direkt alles ins öffentliche Netzwerk gestellt, so dass nichts privat bleibt. Karo erzählt ihre Geschichte, wie sie ihr Leben öffentlich gemacht hat, wie ihr die virtuelle Welt wichtiger wurde als ihr reales Leben. Karo berichtet, wie sie sich immer weiter von ihrem sozialen Umfeld entfernte, bis sie irgendwann erkennen musste, dass ihr in Wahrheit keine Freunde blieben, obwohl ihr ON-Profil weit über 1000 Freunde aufzuweisen hatte.

Das soziale Netzwerk „ON“ ist mit dem durchaus existenten „Facebook“ vergleichbar. Es zeigt sehr authentisch die realen Gefahren auf, denen Kinder und Jugendliche heutzutage erliegen können. Wie schnell verliert man sich in den virtuellen Welten, das hat wohl jeder schon selbst einmal erlebt. Welch fatale Folgen so etwas haben kann, wie schnell wirklich Schaden entstehen kann, dass können junge Leute kaum nachvollziehen. Dieses Buch deckt einige dieser Gefahren auf und verhilft dem einen oder anderen vielleicht ein wenig zu begreifen, was ein paar unbedachte Äußerungen, witzig gemeinte Bilder oder Videos im Internet für Folgen haben könnten.

Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich würde es gerade heutzutage sogar als Schullektüre empfehlen, denn immer noch wird in viel zu wenigen Schulen der verantwortungsbewusste Umgang mit den neuen Medien gelehrt, obwohl dies meiner Meinung nach in der heutigen Zeit unabdingbar ist. Dieses Buch bietet eine gute Diskussionsgrundlage für Schüler um den Einstieg in dieses Thema zu gewährleisten. Mit seinen knappen 170 Seiten hat dieses Buch dafür auch die optimale Länge.

Von mir gibt es hierfür die volle Sternzahl!

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