Feind: Die Schattenherren 1 – Robert Corvus

feinddieschattenherren

Piper Verlag
Taschenbuch Ausgabe
ca. 400 Seiten
12,99 Euro
Januar 2013
ISBN: 3492269133
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Inhalt (lt. amazon.de):
Magisch düstere High Fantasy: Dies ist die Geschichte von Modranel, dem kein Preis zu hoch war, um zu werden, was er ist: der mächtigste Magier der Menschheit. Dies ist auch die Geschichte von Lióla und Ajina, den ungleichen Schwestern, der Dunkelruferin, die der Macht der Schatten verfallen ist, und der Adepta, die im Dienst der Mondmutter Kranke heilt. Es ist eine Geschichte aus dem Silberkrieg, in dem sich die freien Reiche gegen die Schatten stellen, die sich über die Welt zu legen drohen. Vor allem aber ist es die Geschichte von Helion, dem Paladin der Mondschwerter, der dem letzten Wunsch seines verstorbenen Meisters folgt. Er, der einfache Silberträger, ist der entschlossenste Feind der unsterblichen Schattenherren. Kann er gegen Lisanne bestehen, die Schattenherzogin, in der Schönheit und Grausamkeit ihre Vollendung finden?

Zitat:
Wieder lachte Gadior sein leises Lachen. »Dein Vater lügt, weißt du?« Seine Wimpern und Brauen waren von hellem Gelb, wie Knochen, die einige Zeit in der Witterung gelegen hatten. »Deine Eltern wollen dich nicht mehr. Dein Vater will dich nicht mehr. Er schickt dich weg. Zu mir. Und ich kann mit dir machen, was ich will. Niemand wird dich hören, wenn du schreist in der Nacht.«
(S. 16)

Kommentar:
Auf ein richtig schönes Fantasy-Buch habe ich mich Mal wieder so richtig gefreut, vor allem auch, weil ich die Bücher von George R.R. Martin sehr mag, mit denen dieses Buch verglichen wird. Meine Erwartungshaltung war also recht hoch und nach dem Prolog dachte ich auch noch, dass ich nicht enttäuscht werden würde. Der Rest des Buches war allerdings sehr ernüchternd.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich habe mich über vier Wochen durch dieses Buch gequält und habe nur weiter gelesen, weil ich es zum Testlesen bekommen hatte und es als meine Pflicht ansehe es dann auch zu lesen. Ansonsten hätte ich nach spätestens 100 Seiten abgebrochen. Wie gesagt, der Prolog war klasse, da wurde so richtig Spannung aufgebaut und es wurde klar, dass hier nicht um den heißen Brei rumgeredet wird, sondern, dass es hart zur Sache geht. Das geht es in diesem Buch tatsächlich auch weiterhin. Allerdings wirkt das alles so plan- und ziellos und unüberlegt, dass es überhaupt keinen Spaß mehr macht. Ich bin sicher nicht empfindlich, aber auch Brutalität und Gewalt sollten doch irgendeinen Sinn und Zweck haben, auch in Geschichten. Leider konnte ich nichts davon erkennen.
Die Grundidee der Geschichte war schon klasse, leider kam diese aber total zu kurz und wenn, dann wirkte alles sehr wirr durcheinander gewürfelt.

Für viel Verwirrung sorgten auch die zahlreichen Figuren, von denen viele einfach so weg gestorben sind. Für die 400 Seiten hat das Buch wirklich unglaublich viele Figuren, viel zu viele! Auf keine Figur konnte man sich so richtig einstellen, alle blieben sehr blass und lieblos und wirkten ruck-zuck abgefertigt.

Wie gesagt, die düstere Atmosphäre dieses Buches kam wirklich rüber, aber das allein reicht einfach nicht. Ein wenig mehr Hintergrund und Emotionen hätte einfach sein müssen, vor allem irgendein wirklich erkennbar verfolgbarer roter Faden.
Mir hat dieses Buch leider gar nicht gefallen und zwei Sterne bekommt es nur, weil die Idee eigentlich gut ist und auch der Prolog gut umgesetzt. Der Autor kann es also schon!

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